Glossar
Nicht lange grübeln – einfach nachlesen
GPRS »
General Packet Radio Service (deutsch: „Allgemeiner paketorientierter Funkdienst“) ist ein Übertragungsdienst, der im Bereich GSM-Mobilfunk eingesetzt wird. Wenn GPRS aktiviert ist, besteht virtuell eine dauerhafte Verbindung zur Gegenstelle. Erst wenn tatsächlich Daten übertragen werden, wird der Funkraum besetzt, ansonsten ist er für andere Benutzer frei.
Deshalb braucht kein Funkkanal dauerhaft für einen Benutzer reserviert zu werden. GPRS-Abrechnungen sind deshalb hauptsächlich von den übertragenen Datenmengen abhängig, und nicht von der Verbindungsdauer. Im Gegensatz zu leitungsvermittelten Datendiensten ist GPRS paketorientiert. Das heißt, die Daten werden beim Sender in einzelne Pakete umgewandelt, als solche übertragen und beim Empfänger wieder zusammengesetzt.
GPS »
Ein Global Positioning System ist jedes weltweite, satellitengestützte Navigationssystem. Der Begriff GPS wird aber im allgemeinen Sprachgebrauch speziell für das NAVSTAR-GPS des US-Verteidigungsministeriums verwendet, das Ende der 1980er-Jahre zur weltweiten Positionsbestimmung und Zeitmessung entwickelt wurde.
NAVSTAR-GPS löste das alte, 1999 auslaufende Satelliten- navigationssystem NNSS (Transit) der US-Marine ab, ebenso die Vela-Satelliten zur Ortung von Atombombenexplosionen. Die offizielle Bezeichnung ist „Navigational Satellite Timing and Ranging - Global Positioning System“. GPS wurde am 17. Juli 1995 offiziell in Betrieb genommen. Heute wird die ehemals für militärische Zwecke entwickelte Technologie in breitem Umfang zivil genutzt: in der See- und Luftfahrt, durch Navigationssysteme im Auto, zur Orientierung im Outdoor-Bereich, im Vermessungswesen etc. Satelliten teilen über Funk ihre genaue Position und Uhrzeit mit.
Zur Positionsbestimmung muss der Beobachter (Empfänger) die Signale von mindestens vier unabhängigen Satelliten gleichzeitig empfangen. Werden im Empfangsgerät die vier Empfangszeiten der Satellitensignale möglichst genau gemessen, so kann die aktuelle Position und Uhrzeit des Beobachters rechnerisch abgeleitet werden. Damit ein GPS-Empfänger immer zu mindestens vier Satelliten Kontakt hat, werden insgesamt mindestens 24 Satelliten eingesetzt, die die Erde jeden Tag zweimal in einer Höhe von 20.183 km umkreisen.
Geofencing/Gebietsüberwachung »
Unter Geofencing (Kunstwort aus Geographie und fence [engl. = Zaun]) wird in der Telematik die Verbindung zwischen Geoinformationssystem, der Lokalisation der Objekte und aktiven Eingriffen verstanden, wenn das lokalisierte Objekt ein vordefiniertes Gebiet (innerhalb des Zauns) verlässt oder betritt.
Die Abgrenzung der zu überwachenden Gebiete erfolgt durch den Anwender durch das „Zeichnen“ des Gebietes auf einer digitalen Karte in Form eines Kreises, Polygon oder Rechtecks. Die Geofencing-Bereiche können ferngesteuert ausgetauscht und aktiviert oder deaktiviert werden (Zuordnung und Aktivierung zu einzelnen Fahrzeugen).
Telemetrie »
(Telemetrie = Fernmessung) bezeichnet die Übertragung von Messwerten eines am Messort befindlichen Messfühlers (Sensor) zu einer räumlich getrennten Stelle. An dieser Empfangsstelle können die Messwerte entweder nur gesammelt und aufgezeichnet oder auch sofort ausgewertet werden (YellowFox-Rechenzentrum).
Eine Telemetrie, bei der Messdaten über größere Entfernungen übertragen werden, wird als Fernfeldtelemetrie bezeichnet. Dies ist beispielsweise beim Sammeln von Wetterdaten, technischen Daten aus einem bewegten Fahrzeug, beim Tracking von Objekten oder wandernden Tieren, bei der Übermittlung von dezentralen Verkehrsinformationen oder auch bei der Übermittlung medizinischer Daten eingesetzter Sonden an die Außenwelt gegeben.
Tracking und Tracing »
Der Begriff Tracking (dt. Nachführung) umfasst alle Bearbeitungsschritte, die der Verfolgung von bewegten Objekten dienen. Ziel dieser Verfolgung sind Informationen über den Verlauf der Bewegung sowie der Geschwindigkeit.
Die Genauigkeit der bestimmten Lage- und Bewegungsinformation hängt neben dem verwendeten Tracking-Algorithmus auch von der Genauigkeit der Messungen bzw. dem Messfehler und der Abtastrate der zyklischen Messungen ab (Ortung alle x-Kilometer, x-Minuten, bei Richtungswechsel,
).
Webanwendung »
Eine Webanwendung oder Webapplikation ist ein Computer-Programm, das auf einem Webserver ausgeführt wird, wobei eine Interaktion mit dem Benutzer ausschließlich über einen Webbrowser erfolgt.
Hierzu sind der Computer des Benutzers (Client) und der Server über ein Netzwerk, wie das Internet oder über ein Intranet miteinander verbunden, so dass die räumliche Entfernung zwischen Client und Server unerheblich ist. Webanwendungen setzen auf dem Computer des Benutzers nur einen Webbrowser voraus, welcher auf den meisten Systemen schon vorhanden ist.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Client-Server-Anwendungen ist also keine weitere Installation von Software auf den Computern der Benutzer notwendig, wenn man von Browser-Plugins wie Flash absieht. Dadurch erreichen Webanwendungen einen hohen Grad an Plattformunabhängigkeit. Muss die Logik einer Webanwendung geändert werden, sind Änderungen nur an einer (zentralen) Stelle, nämlich auf dem Webserver notwendig, was sich günstig auf die Wartungskosten auswirkt. Durch die immer weiter gehende Verbreitung von Browsern auf andere Endgeräte, wie Mobiltelefone oder PDAs finden Webanwendungen schnell eine Verbreitung jenseits der klassischen Softwareumgebungen.